Buchtipp

Auch wenn erneut Beschränkungen stattfinden, mit einem guten Buch lässt sich die Zeit vertreiben und der Horizont erweitern. Also: sich entspannt zurücklehnen und in eine Fantasiewelt abtauchen – ein gutes Buch, sei es ein Krimi, ein Thriller, ein Liebesroman oder eine Fantasygeschichte, bietet eine ganz individuelle Erhol-Oase für jeden.
 
Wir stellen Ihnen wöchentlich Buchtipps aus den Bereichen Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sowie aus dem Sachbuchbereich vor. Sie können sich die Buchtipps gleich reservieren. Online, per Mail, telefonisch in der Bücherei zu den gewohnten Öffnungszeiten.
 

Elisabeth Lange: Die neue Nebenbei Diät. Schlank und gesund ohne Kalorienzählen, Stiftung Warentest, 213 Seiten, 2020

Buchcover

In diesem Buch beschreibt die Ernährungswissenschaftlerin Elisabet Lange in drei Themenblöcken eine figurfreundliche Ernährung, keine Diät, sondern ein nachhaltiges Abnehmen: Wann, was und wie esse ich? Das „Wann“ betont die biologischen Bedüfnisse des Körpers und den optimalen Essensrhythmus mit gut eingeplanten Essenspausen (moderates Intervallfasten), das „Was“ die Auswahl, den Einkauf und die Zubereitung er empfohlenen Lebensmittel.

Das „Wie“ beschreibt beschreibt ein gelassenes, stressfreies Essen und einen entsprechenden Lebensstil. Für und Wieder jeder Maßnahme werden auf farblich verschiedenen Doppelseiten gegenübergestellt, ergänzt durch umfangreichere Infos, Tipps und Rezepten. Mit Warenkunde, Internetadressen und Register. Das Buch überzeugt mit einem Konzept, welches leicht in den persönlichen Alltag integierbar ist und ist daher auch besonders für Einsteiger geeignet.

Monika Helfer: Vati, 328 Seiten, Carl Hanser Verlag, 2021, 172 Seiten

In der Fortsetzung des Bestsellers „Die Bagage“ lernt Greta, das Kuckuckskind, ihren Josef im Lazarett kennen, in dem sie als Krankenschwester tätig ist. Der feinsinnige, dünne Mann mit dem amputierten Unterschenkel und die dralle Greta bekommen vier Kinder. Josef leitet ein Invalidenheim im Vorarlberg.

Als ein Steuerprüfer ins Haus kommt, fürchtet Josef, dass sein Buchdiebstahl auffliegt und er versucht, sich das Leben zu nehmen, ruiniert aber nur seinen Magen. Stattdessen stirbt Greta an Krebs, und die Kinder werden aufgeteilt. Monika, die Autorin, und ihre Schwestern kommen zu Tante Katha, der Bruder zur Irmi. Die Familie bricht auseinander. Der Vater heiratet zwar neu, holt die Kinder zu sich und hat zwei weitere Kinder mit der Stiefmutter. Die Autorin Monika Helfer begibt sich auf eine berührende Spurensuche nach dem Wesen ihres Vaters und versucht, sein Handeln zu verstehen.

Friedbert und Anu Stohner: Olavi – ein Otter ist kein Hasenfuß, Sauerländer Verlag, 2021, 127 Seiten

Olavi, der kleine Otter, kann nicht genug bekommen von der Heldentat seiner Freunde Lasse dem Hasen und Erkki, dem kleinen Elch, der bereits seit dem Abenteuer „Erkki, der kleine Elch – auf sie mit Geweih“ bekannt ist. Dort haben sie nämlich mit einem genialen Trick ein Rudel Wölfe vertrieben. Doch nach jeder Erzählung wird Olavi traurig, weil er selbst nicht dabei war.

Um ihn endlich davon abzulenken, erfinden die beiden einige Gruselgeschichten und versuchen, diese als wahr zu verkaufen. Ein Seeungeheur, das sie Olavi in einer Gewitternacht vorgaukeln, soll ihm endlich die Chance geben, selbst auch ein Held zu sein. Eine kleine große Geschichte von echter Freundschaft, die auch mal Streit und Schimpfereien aushält, aber vor allem zeigt, wie wichtig es doch ist, füreinander da zu sein und einzustehen. Sprachlich gekonnt vom Autorenehepaar Stohner und wunderschön illustriert von Katja Gehrmann ist ein wunderschönes Buch für Grundschüler entstanden. Die Kapiteleinteiung machen diese Erzählung perfekt zum Selbst- wie auch zum Vorlesen.
 

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