Buchtipp

Langsam geht der Alltag wieder in geregelte Bahnen, Kino- und Kneipenbesuche sind wieder möglich, erste Kulturveranstaltungen finden in besonderem Rahmen statt. An einem guten Buch kommt man dennoch nicht vorbei: sich entspannt zurücklehnen und in eine Fantasiewelt abtauchen – ein gutes Buch, sei es ein Krimi, ein Thriller, ein Liebesroman oder eine Fantasygeschichte, bietet eine ganz individuelle Erhol-Oase für jeden.
 
Wir stellen Ihnen wöchentlich Buchtipps aus den Bereichen Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur sowie aus dem Sachbuchbereich vor. Sie können sich die Buchtipps gleich reservieren. Online, per Mail, telefonisch oder bei einem Besuch in der Bücherei zu den gewohnten Öffnungszeiten.
 

Matson, Morgan, Save the Date, cbt, 572 Seiten, 2020

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Die Hochzeit ihrer großen Schwester Linnea ist das Event, auf das Charlie seit Ewigkeiten hinfiebert. Ihre vier Geschwister kommen zu Besuch und zusätzlich noch eine große Hochzeitsgesellschaft, die in dem Familienhaus unterkommen soll. Klar, dass da so einiges schief geht. Als dann die Hochzeitsplanerin Reißaus nimmt, geht alles drunter und drüber. Alte Familienstreitigkeiten, unangekündigte Gäste, organisatorische Pannen und vieles mehr.

Zum Glück kommt Charlie, der Neffe des neuen Hochzeitsplaners, zu Hilfe, der Charlie nicht nur auf dieser Ebene begeistert. Die Handlung des dicken Taschenbuchs zieht sich über drei Tage. Trotzdem kommt keine Langeweile auf. Die Familie erlebt eine Panne nach der anderen und bietet mitsamt der bunten Hochzeitsgesellschaft Identifikationsfiguren für jeden. Neben den Themen Liebe, Hochzeit und Familie stehen auch die Themen Streit, Freunde und Erwachsenwerden im Vordergrund. Das bunte, kitschige Cover hält genau, was es verspricht: eine lustige, kurzweilige Komödie über Liebe und Familie, die mit einem Happy End begeistert.
Für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen.

Zülfü Livanelli, Serenade für Nadja, Klett-Cotta, 335 Seiten

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Eigentlich soll die Türkin Maya den deutschstämmigen Professor Maximilian Wagner nur während eines Kongresses in Istanbul betreuen. Doch je mehr die junge Frau von seinem Leben erfährt, desto weniger kann sie sich der tragischen Geschichte des alten Mannes entziehen. 

Ganz allmählich versteht Maya, was es mit der geheimnisvollen Frau, Nadja, auf sich hat, von der Wagner stets erzählt. Und für die er – Jahrzehnte später – am Ufer des Schwarzen Meeres seine Geige auspackt und spielt. Die Geschichte dieser tragischen Liebe lässt Maya nicht los, vor allem als sie immer mehr Parallelen zu ihrem eigenen Leben erkennt …

Janine Berg-Peer, Wer früher plant , ist nicht gleicht tot, Goldmann , 299 Seiten, 2020

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Leicht lesbar und unterhaltsam erzählend bringt die Autorin gleichzeitig elegant alle wichtigen Aspekte und Informationen zur Planung des letzten Lebensabschnitts zwanglos unter. Wie sie selbst schreibt, ist es kein Ratgeber zum Nachschlagen , sondern eine anregende Reise durch ihre Überlegungen, Recherchen, Gespräche und tatsächlich ergriffenen Maßnahmen. 

Das ausführliche sprechende Inhaltsverzeichnis erschließt die zehn sinnvoll gereihten Kapitel (Bewusstwerdung des Alt-Seins, Bewertung und Diskriminierung alter Menschen, "erfolgreich" und "kostengünstig" altern, Pflegenotwendigkeit und Verhältnis zu Angehörigen, Rechtliches, Alterswohnsitz, Demenz, Testament, Nachlass, Beerdigung) detailliert. Ideal für alle Lebensalter zur Auseinandersetzung mit Lebensverlauf und -ende und als Leitfaden für jederzeit nützliche vorbereitende Schritte (z.B. Aufräumen, Entrümpeln, Planen, Wünsche präzisieren). Erstaunlicherweise trotz und gerade wegen des Themas ermutigend, erfreulich und entspannend.


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