
Projektbeirat Tiefengeothermie-Vorhaben von Geohardt
Der Projektbeirat hat seine Arbeit aufgenaommen
Energiedialog zum Tiefengeothermie-Vorhaben in Schwetzingen-Plankstadt
Die Firma GeoHardt GmbH, ein Joint Venture der regionalen Unternehmen MVV Energie AG und EnBW Energie Baden-Württemberg, plant in Schwetzingen nahe Plankstadt ein Tiefengeothermie-Vorhaben. Das geplant Heizwerk soll einen Beitrag zur zukünftigen Wärmeversorgung des regionalen Fernwärmenetzes leisten. Zur Begleitung des Vorhabens haben die Stadt Schwetzingen und die Gemeinde Plankstadt einen Projektbeirat ins Leben gerufen. Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig über den aktuellen Stand.
Was macht der Projektbeirat?
Der Projektbeirat begleitet die Projektentwicklung aus kommunaler Sicht und eröffnet einen fortlaufenden Gesprächskanal zwischen dem Vorhabenträger und den kommunalen Akteuren. Er definiert und erörtert priorisierte Fragestellungen, transportiert wesentliche Ergebnisse in die Öffentlichkeit und begleitet die Projektentwicklung kontinuierlich. Der Beirat ist ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bürgerschaft und Vorhabenträger.
Ergänzt wird die Arbeit des Projektbeirats durch öffentliche Veranstaltungen, die den Austausch mit der breiten Öffentlichkeit ermöglichen:
Am 22. April fand eine gemeinsame öffentliche Sitzung der Gemeinderäte Schwetzingen und Plankstadt mit anschließender Bürgerinformation und Infomarkt statt, bei der GeoHardt das Vorhaben und den konkreten Standort erstmals öffentlich vorgestellt hat.
Moderiert wird der Prozess vom Forum Energiedialog Baden-Württemberg (FED), einem Angebot des Landes, das Kommunen im Zusammenhang mit Anlagen der erneuerbaren Energien allparteilich begleitet.
Kontakt:
Stadt Schwetzingen
Andrea Baisch
Pressesprecherin
E-Mail: andrea.baisch@schwetzingen.de
Gemeinde Plankstadt
Marlene Friedrich
Stabstelle Wirtschaft, Mobilität und Umwelt
E-Mail: Marlene.Friedrich@plankstadt.de
Forum Energiedialog
Jakob Lenz
E-Mail: j.lenz@energiedialog-bw.de
Aus der 2. Sitzung des Projektbeirats
Projektbeirat Tiefengeothermie Schwetzingen-Plankstadt erörtert mit Fachexperten Fragen des Grundwasserschutzes und Genehmigungsverfahrens
Der Projektbeirat zum geplanten Tiefengeothermie-Vorhaben der Firma GeoHardt in Schwetzingen nahe Plankstadt kam am 22. September zu seiner zweiten Sitzung zusammen.
Nach der konstituierenden Sitzung befasste sich der Projektbeirat mit dem Thema Grundwasserschutz nun erstmals inhaltlich mit dem Vorhaben.
Als externe Experten waren Sebastian Dornbusch von der Landesbergdirektion, Dr. Markus Schuster vom Wasserrechtsamt Rhein-Neckar-Kreis, Prof. Dr. Christoph Schüth, Hydrogeologe an der TU Darmstadt sowie Dipl.-Ing. Said Kamrani vom Helmholtz-Zentrum für Geoforschung vor Ort.
Für den Vorhabenträger GeoHardt informierten, neben Co-Geschäftsführer Matthias Wolf, Dr. Thomas Kölbel, Geschäftsführer des Geothermie Werks Bruchsal und Kathrin Böttcher, Referentin Wasserwirtschaft und Ressourcenschutz bei der MVV.
Zu Beginn der Sitzung gab der Vorhabenträger ein Update zum Stand der Projektentwicklung: Nach der aktuellen Planungs- und Genehmigungsphase folge der Bau des Bohrplatzes, anschließend Bohrungen und Tests. Das Wasserschutzkonzept von GeoHardt fokussiere sich auf Schutzmaßnahmen auf dem Bohrplatz, ein Multibarrierenkonzept für die Bohrung und das Grundwassermonitoring.
Sebastian Dornbusch von der Landesbergdirektion erläuterte die Rolle der zuständigen Genehmigungsbehörde und den Stand des Verfahrens: Aktuell sei eine Aufsuchungserlaubnis erteilt, die der Firma Geohardt die Rechte an der Aufsuchung gegenüber Dritten sichere, für weitere Schritte und konkrete Arbeiten am Standort sei die Bewilligung des Betriebsplans erforderlich, der sich in verschiedene Teilpläne aufteile.
Markus Schuster erklärte, dass das Wasserrechtsamt Rhein-Neckar als zuständige Wasserbehörde im Genehmigungsprozess angehört werde und Entscheidungen im Einvernehmen mit der Landesbergdirektion getroffen werden. Die Vorprüfung zur Umweltverträglichkeit habe ergeben, dass das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen habe und somit im – für Geothermieprojekte üblichen - „Betriebsplanverfahren“ geprüft werde.
Als Spezialist für Tiefbohrungen erläutere Said Kamrani-Mheni von Helmholtz-Zentrum für Geoforschung die Wasserschutzmaßnahmen bei Bohrungen von Geothermieprojekten. Das Grundwasser werde durch mehrere Barrieren geschützt: Stahlrohre bilden eine mechanische Barriere, Zement dichte den Ringraum zusätzlich ab, der Bohrlochkopf dichte und kontrolliere die Bohrung an der Oberfläche. Man könne sich das wie mehrere ineinandergesteckte, abgedichtete Rohre vorstellen, die das Grundwasser schützen, so der Experte.
Christoph Schüth, Leiter des Fachgebiets Hydrogeologie an der TU Darmstadt, berichtete von seinen Erfahrungen aus dem hydrogeologischen Monitoring des Tiefengeothermie-Forschungsprojekts GeoLaB. Dabei machte er deutlich, wie wichtig ein umfassendes Monitoringkonzept sei, das gemeinsam mit den Wasserversorgern erarbeitet und umgesetzt werde. Grundlage dafür sei eine gründliche Untersuchung der hydrogeologischen Ausgangslage.
Die Mitglieder des Beirates konnten ihre Fragen direkt an die Experten richten und ihre Eindrücke teilen. Kritisch hinterfragt wurde u.a. was im Rahmen der Umweltverträglichkeits-Vorprüfung unter „keinen erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ zu verstehen sei, wie die Fließrichtung des Wassers verlaufe und die das Grundwassermonitoring konkret ausgestaltet sei. Positiv rückgemeldet wurden die tiefgehenden sachlichen Informationen sowie der direkte Austausch auf Augenhöhe.
Wichtig ist den Beiräten auch die umfassende Information der Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Sitzung zum Grundwasserschutz. Auf der Projektwebseite im Internet unter www.schwetzingen.de wird dazu zeitnah eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie ein Videobeitrag zur Veranstaltung verlinkt, der einen Einblick in die Sitzung ermöglicht.
Informationen zum Projektbeirat
Der Projektbeirat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie der Bürgerschaft. Vertreten sind Oberbürgermeister Matthias Steffan, Bürgermeister Nils Drescher, Gemeinderäte beider Kommunen, Vertreter des Vorhabenträgers GeoHardt, Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie, die Geschäftsführung der Weldebräu, sowie ein zufällig ausgewählter Bürger.
Der Beirat hatte in seiner konstituierenden Sitzung drei Themenschwerpunkte priorisiert: 1) der Schutz von Trink- und Grundwasser sowie Fragen zur Projektentwicklung und zum Genehmigungsverfahren, 2) Fragen zur induzierte Seismizität und Schadensregulierung sowie 3) die Bedeutung des Projekts für die zukünftige Wärmeversorgung.
Ziel des Beirats ist es, die Projektentwicklung transparent zu begleiten, zentrale Fragestellungen sachlich zu erörtern und die Öffentlichkeit regelmäßig zu informieren.
Die Sitzungen finden abwechselnd in Plankstadt und Schwetzingen statt, den Vorsitz des Beirates haben die Bürgermeister der Stadt Schwetzingen und der Gemeinde Plankstadt, das Forum Energiedialog moderiert und bereitet die Sitzungen vor. Die nächste Sitzung zum Thema Seismik und Schadensregulierung findet am 17. November in Schwetzingen statt.
Aus der 1. Sitzung des Projektbeirats
Der Projektbeirat zum Tiefengeothermie-Vorhaben der Firma GeoHardt in Schwetzingen nahe Plankstadt hat am 2. Juli seine erste Sitzung abgehalten. Ziel des Beirats ist es, die Projektentwicklung transparent zu begleiten, zentrale Fragestellungen sachlich zu erörtern und die Öffentlichkeit regelmäßig zu informieren.
In dem Gremium kommen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie der Bürgerschaft zusammen. Vertreten sind Oberbürgermeister Matthias Steffan, Bürgermeister Nils Drescher, Gemeinderäte beider Kommunen, Vertreter des Vorhabenträgers GeoHardt, Mitglieder der Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie, die Geschäftsführung der Weldebräu, sowie ein Zufallsbürger.
In einem offenen Austausch zu Beginn haben die Akteursgruppen in sachlicher Atmosphäre ihre teilweise kontroversen Sichtweisen dargestellt und sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Beirat verständigt. Dabei ist den Mitgliedern wichtig, dass der Beirat kein Entscheidungsgremium ist, sondern die Projektentwicklung aus kommunaler Sicht begleitet, zentrale Fragestellungen transparent und fachlich erörtert und die Öffentlichkeit über die wesentlichen Erkenntnisse informiert.

Für die kommenden Monate hat der Beirat drei Themenschwerpunkte priorisiert:
- der Schutz von Trink- und Grundwasser sowie Fragen zur Projektentwicklung und zum Genehmigungsverfahren,
- Fragen zur induzierten Seismizität und Schadensregulierung sowie
- die Bedeutung des Projekts für die zukünftige Wärmeversorgung
Wesentliche Erkenntnisse aus den Sitzungen sollen der Öffentlichkeit über die kommunalen Mitteilungsblätter, die lokale Presse sowie eine kommunale Website zugänglich gemacht werden.
Die Sitzungen finden abwechselnd in Plankstadt und Schwetzingen statt, den Vorsitz des Beirates haben die Bürgermeister der Stadt Schwetzingen und der Gemeinde Plankstadt, das Forum Energiedialog moderiert und bereitet die Sitzungen vor. Die nächste Sitzung zum Thema Trink- und Grundwasserschutz findet am 22. September in Plankstadt statt.
Öffentliche Sitzung der Gemeinderäte Schwetzingen und Plankstadt mit Bürgerinformation
am 22. April 2026

Gemeinderäte beider Kommunen befassten sich in gemeinsamer Sitzung mit dem geplanten Geothermie-Projekt der Firma GeoHardt – Stimmen aus der Sitzung
Die Zusammenfassung der gemeinsamen Sitzung lesen Sie hier: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Schwetzingen und der Gemeinde Plankstadt (151,4 KB)



