Trauer um Karl-Peter Wettstein

Karl-Peter Wettstein

Am 16. März 2013 verstarb im Alter von 72 Jahren Herr Karl-Peter Wettstein nach schwerer Krankheit.

Mit ihm ging ein profilierter Sozialdemokrat und Landespolitiker von uns, der über viele Jahre die politische Kultur des Landes Baden-Württemberg mitgeprägt hat.
 
In Freiburg 1940 geboren, besuchte er in Oftersheim die Grundschule und legte 1959 am Schwetzinger Hebel-Gymnasium das Abitur ab; seit 1956 wohnte er mit seiner Familie in Plankstadt und ist mit Leib und Seele Kurpfälzer. In Heidelberg und Bonn studierte er Wirtschaftswissenschaften, Politik, Geschichte, Deutsch und Sport.  Nach seinem Rückzug aus der aktiven Landespolitik im Jahr 2000 unterrichtete er wieder bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2004 am Hockenheimer Gauß-Gymnasium.
 
Seine politische Laufbahn begann er schon 1960 als Mitbegründer des Sozialdemokratischen Hochschulbundes der SPD, 1963/64 wurde er dessen Bundesvorsitzender. Weitere Stationen seiner politischen Laufbahn führten ihn in den Landesvorstand der Jungsozialisten und den Kreisvorstand der SPD. Als Landtagsabgeordneter war er bildungspolitischer, entwicklungspolitischer und zuletzt wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Im ehemaligen Wahlkreis Schwetzingen erzielte er bei den Wahlen immer hervorragende Ergebnisse; bei sechs von sieben Wahlen lag er prozentual besser als die SPD insgesamt – ein deutlicher Beweis für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Um seiner Nachfolgerin als Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein einen guten Start in die Landespolitik zu ermöglichen, trat er im Jahr 2000 als Abgeordneter zurück. Gerade das ist es, was die Menschen seiner Heimat an ihm schätzen: immer ist er Mensch geblieben und hat als Politiker in bescheidener, verbindlicher, entgegenkommender und verlässlicher Weise bei aller "großen" Politik die kleinen Leute nie vergessen. Für seine großen Verdienste wurde er von den Bundespräsidenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens sowie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
 
Maßgeblich hatte er sich zusammen mit seinem CDU-Landtagskollegen Dr. Lothar Gaa für den Erhalt der Selbständigkeit seiner Wahlheimat Plankstadt im Rahmen der Gebietsreform in den Jahren 1973/74 eingesetzt und Erfolg gehabt. Ebenso gehört die Realisierung des Tunnels der B535 zwischen Plankstadt und Schwetzingen mit zu seinen politischen Werken. Trotz seiner vielen beruflichen Aktivitäten war er zeit seines Lebens begeisterter Sportler und immer der TSG 1890 und später der TSG-Eintracht Plankstadt treu. Seiner Gattin Renate, mit der er seit 45 Jahren verheiratet war und seiner ganzen Familie gilt die herzliche Anteilnahme der Gemeinde.

UK  (Foto: Gemeindearchiv)