Neue Gräber gesegnet

Bürgermeister, Geistliche, Gemeinderäte und Gestalter sind bei der Gräbersegnung dabei. © Sabine Zeuner

Ein zentraler Platz zum Gedenken und ein Urnenhain, der Bestattungen im Grünen möglich macht, dazu ein gärtnergepflegtes Gräberfeld sind die Möglichkeiten, die der Plankstadter Friedhof nach der Umbauphase als neue Bestattungsangebote bietet. Mit einem kurzen Gebet fand die Segnung dieses besonderen Ortes in Anwesenheit von Bürgermeister Nils Drescher, einiger Gemeinderäte, der beiden Geistlichen Christiane Banse für die evanglische Kirchengemeinde und Uwe Lüttinger für die katholische Kirchengemeinde, sowie Karin Dieckermann und Monika Müller vom Unternehmen Gartengestaltung Werner Dieckermann GmbH statt. „Hier wurde und hat sich viel bewegt“, stellte Nils Drescher fest. 

Bürgermeister Nils Drescher, Pfarrerin Christiane Banse und Pfarrer Uwe Lüttinger am zentralen Gedenkstein im Urnenhain. © Sabine Zeuner

Platz zum Gedenken

Die gewünschten Strukturen der waldähnlichen Anlage sind bereits zu erkennen, bis sie dem avisierten Bild entsprechen, wird es noch einige Jahre der Entwicklung brauchen, deren Fortgang zu beobachten sicher lohnt. Drescher beschrieb: „Hier ist in Zusammenarbeit des Gartengestaltungsunternehmens und der Mitarbeiter des Gemeindebauhofs eine ökologisch wertvolle Fläche entstanden, die zahlreichen Tieren und Insektenarten einen Lebensraum bietet.“ Insgesamt gibt es unter den Bäumen 120 Urnenerdröhren für Baumbestattungen, die doppelt belegt werden können. Von vielen Wegen, die das Gebiet durchziehen würden, hat man zugunsten der natürlichen Entwicklung des Areals verzichtet. Der zentrale Platz mit einem großen Findling, der Raum für Plaketten mit den Namen der Bestatteten bietet, dient der Abschiednahme, ist Ort kurzer Andachten und kleiner Zeremonien. Die Pflege des Urnenhains obliegt der Firma Dieckermann. „Diese Bauaktion hat rund 200.000 Euro gekostet und ist teilweise Ausgleichsmaßnahme für das neue Gewerbegebiet A!real III und das entstehende Kultur- und Sportquartier Westende. 16 Bäume aus dem Baumspende-Projekt zur 1250-Jahr-Feier haben hier ihren Standort gefunden. 

Viele Bäume, Unterschlupfe für Tiere und Lebensraum sowie Nahrung für Insekten sind im Urnenhain angelegt. © Sabine Zeuner

Ort des Lebens, der Erinnerung und Ruhestätte

Dekan Uwe Lüttinger betonte, Leben und Tod gehörten zusammen, seien eng verwoben. Christiane Banse wählte das Wort „Gottes Acker“, der sich im Begriff Gräberfeld wiederfinden lasse. Vom Sterben und dem, was danach komme habe man wenig Vorstellung – der Tod verwandele das Leben. Auch wenn liebe Menschen dort ihre Ruhe fänden, erwachse aus dem Gräberfeld Leben. Im Gebet und für eine kleine Weile danach verharrten die Besucher der Zeremonie im Gedenken, bevor die beiden Geistlichen im Wechsel einen Segen sprachen.   

Über den Zeitpunkt der Vergabe der Urnenplätze unterrichten wir an dieser Stelle. Bitte sehen Sie bis dahin von diesbezüglichen Anfragen ab.