Joe Herrmann bekommt Medaille des Bürgermeisters

Vereine spenden für die Fluthilfe

Bürgermeister Nils Drescher honoriert den großartigen ehrenamtlichen Einsatz von Joachim "Joe" Herrmann. © Sabine Zeuner

"Ich bin tief beeindruckt von ihrem Engagement", sagte Bürgermeister Nils Drescher zu Joachim Herrmann, der als "Joe Herrmann, der AHRschipper" mittlerweile über die Region hinaus bekannt ist. Was er tut? "Anpacken und dafür sorgen, dass die Menschen im Ahrtal und deren Schicksale nach der Flutkatastrophe nicht in Vergessenheit geraten", sagt er, sei sein größtes Anliegen. Man sehe, dass Menschen aus dem Nichts plötzlich zu großen Helfern würden und die Plänkschter sich nicht nur untereinander, sondern auch weit darüber hinaus helfen würden, so Drescher.  

Sehr viel Elend, alles verloren
"Es geht mir nach, oft habe ich schlaflose Nächte", schildert Herrmann seine Eindrücke, die ihm, als nicht durch Verwandte oder Bekannte, die in der Ahrregion leben, Betroffenem, nur mehr Motivationsschub für weitere Hilfseinsätze gibt. Schon am Samstag, 11. September 2021 geht es wieder nach Mayschoß und es sind noch Plätze frei. Herrmann hilft beim Organisieren des Transportes, der Helfer und der Einsatzorte: "Die können sich ganz kurzfristig ändern", beschreibt, er, dass er oft wenige Stunden vor Abfahrt erst erfährt, wo er und seine Truppe landen. Immer jedoch sei die Hilfe sehr willkommen. 

Helfer werden insgesamt weniger
Wir müssen diese Schicksale präsent halten, denn dort wird es noch lange Arbeiten geben, bis wieder einigermaßen Normalität eintritt. Es hapere noch an den geringsten Kleinigkeiten, die wir im Alltag als ganz selbstverständlich ansehen: kein fließendes Wasser, keine Möglichkeit das Handy zu laden. Leute schließen im ersten Stock eines im Erdgeschoss überschwemmten Hauses, wo zur Austrocknung der Wände Putz und Fliesen abgeschlagen sind. Manche Stellen in den Orten dürften nie mehr bebaut werden, hier kümmerten sich die örtlichen Behörden um neue Baugrundstücke. Herrmann packt weiter an - das steht fest. Einen Beitrag im SWR3-Radiosender gibt es am Freitag, 17. September 2021, 8-12 Uhr. 

Catharina Zelt (rechts) nimmt stellvertretend für die Schwetzinger Zeitung die Spenden aus einer Konzert- und Impfveranstaltung der Gemeinde von Manfred Kresser (hinten rechts, Partnerschaftsverein), Carmen Knauer (vorn, links) und dem Landfrauenverein sowie Thea Fritz (vorn rechts) und dem Hausfrauenverein entgegen. Joachim "Joe" Herrmann (Mitte) erhielt von Bürgermeister Nils Drescher (hinten links) die Medaille des Bürgermeisters für sein ehrenamtliches Engagement als "AHRschipper" für die Flutopfer. 

Finanzielle Unterstützung 
Vor etwa vier Wochen gab es das erste "Gänsweid-Open-Air", mit der Band AMOKOMA, bei dem die Haus- und Landfrauen Kaffee und Kuchen, der Partnerschaftsverein Wein und Crémant verkauft hatten. Die drei Institutionen haben sich nun entschieden den Erlös aus der Aktion an die von der Schwetzinger Zeitung initiierte und von Bürgermeister Nils Drescher unterstützte Spendenaktion "Fluthilfe 2021". Insgesamt 2160 Euro sind zusammengekommen - 1000 Euro vom Partnerschaftsverein und 1160 Euro aus der Gemeinschaftsaktion der örtlichen Frauenvereinigungen.