Nach Sanierung eröffnet

Barrierefreiheit als wichtigster Aspekt

Die Schwetzinger Straße. © Sabine Zeuner

„Die Ortsdurchfahrt ist sechs Wochen früher wieder frei!“, freute sich Bürgermeister Nils Drescher am Freitag, 21. Mai 2021, bei der offiziellen Eröffnung der Schwetzinger Straße nach deren Sanierung und Umgestaltung. Sein Dank richtete er an die planenden und ausführenden Firmen und an seine Mitarbeiter im Bauamt, die momentan eine Vielzahl von Projekten erfolgreich betreuen. Den von der Umleitung betroffenen Anwohnern, den Nutzern und Anliegern dankt er für die gezeigte Geduld während der Bauzeit. 

Das Absperrband fällt: Bürgermeister Nils Drescher (v. l.), Alexander Dussinger und Barbara Müller (beteiligte Firmen) und die Fraktionsvertreter Dr. Ulrike Klimpel-Schöffler (PlaLi), Knut Doll (GLP) und Jutta Schuster (CDU) schneiden ein Band durch, eröffnen somit symbolisch die Schwetzinger Straße.

Sechs Wochen kürzer als der Bauzeitenplan es vorsah, sind der Kreisverkehr, die Straße sowie die Ampelanlage, die Querungshilfen und die Bushaltestellen auf einen modernen, den Alltagsanforderungen zugeschnittenen Stand gebracht. „Die geplanten Kosten von 2,145 Millionen Euro werden voraussichtlich um 100 000 Euro unterschritten“, erklärte Drescher. Dazu zählen, dass Fußgängerüberwege so gestaltet sind, dass Geh- und Sehbeeinträchtigte im Bereich des Kreisels leichtere Querungsmöglichkeiten finden. Die Bushaltestellen sind barrierefrei errichtet, neue Buswartehäuser gestalten eventuelle Wartezeiten komfortabel. Es folgt noch eine digitale Echtzeitanzeige für die Abfahrtszeiten der Busse, diese wird in den nächsten Monaten noch installiert. Barrierefreiheit im Umfeld der neuen und vorhandenen Pflegeeinrichtungen war ein besonders wichtiges Ziel der Maßnahme. Auch die Ökologie kommt bei dem Projekt nicht zu kurz. Die neue LED-Straßenbeleuchtung ist energieeffizient, die Dächer der Bushaltestellen sind begrünt. Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Ampelanlage durch die Firma Siemens AG aus Mannheim modernisiert. Überirdisch ist zudem das Straßenbegleitgrün durch weitere Pflanzungen ergänzt worden, was die „Tür“ zu Plankstadt in einen harmonischen grünen Rahmen setzt. „In unserem Jubiläumsjahr zeigt sich Plankstadt hier ab sofort von einer schönen Seite“, stellte Nils Drescher fest.
 
Blühende Ortsfarben
Inmitten des neuen Kreisverkehrsplatzes ist auf der bepflanzten Verkehrsinsel bald ein Blütenbild zu sehen, dass an die Farben Plankstadts angelehnt ist. Im Zentrum erstrahlt es rot, die Teilungsstreifen für die Ausbildung von Pflanzvierteln blühen weiß. Bauamtsleiter Andreas Ernst, der mit Techniker Peter Gund das Projekt betreute, betonte: „Die Idee für das Symbol und die Pflanzenwahl kamen von Bauhofmitarbeiter Tim Klemm.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Till Hanstein hat Klemm die Insel bepflanzt, die Pflege übernimmt der Gemeindebauhof. Verkehrsteilnehmer, die nach Plankstadt hinein und aus Plankstadt hinaus fahren blicken auf zwei Tafeln, die das Plankstadt-Logo mit dem Hinweis auf das 1250jährige Bestehen zeigen. „Diese Schilder sind so tief und in dieser Neigung angebracht, weil so eine möglichst geringe Verletzungsgefahr im Falle eines Unfalls herrscht“, erklärte Bauamtsleiter Andreas Ernst.

Die Bushaltestellen sind barrierefrei gebaut. © Sabine Zeuner

Zukunftsweisender Untergrund
Auch im Untergrund der Straße hat sich einiges getan: Die Kanäle wurden auf einer Länge von ca. 380 m zusammen mit den großen Schachtbauwerken saniert. Desgleichen sind die Wasserleitungen auf ca. 200 Meter inklusive neuer Hausanbindungen erneuert worden. „Wir haben die Glasfaserinfrastruktur für Fibernet, an das auch die Humboldt-Grundschule angebunden wird, mitverlegt“, schilderte Ernst die zukunftsweisende Aktion. Die Wassermeister der Gemeinde, Franz Schönig und Alexander Zieher, haben die Maßnahme von Seiten der Wasserversorgung begleitet. Dimensionierung, Absperrbarkeit von Teilbereichen und die Notversorgung des Caritas Pflegeheims sind mit der Neuausrichtung jetzt sehr viel komfortabler leistbar.  Vom Ordnungsamt hatte Jürgen Wagenmann während der gesamten Bauzeit alle Aspekte um das Thema Verkehrslenkung und Verkehrssicherheit bis hin zur neuen Markierung und Beschilderung organisiert. „Allen Mitarbeitern gilt ein großer Dank“, schloss sich Andreas Ernst den einleitenden Worten Nils Dreschers an, bevor die Absperrbänder zerschnitten und die Straße freigegeben wurden.

Daten und Fakten:
- Bau eines Kreisverkehrs
- Barrierefreier Ausbau der Bushaltestellen und der Fußgängerwege und Querungen
- Straßenausbau auf einer Länge von ca. 420m, Austausch des Abwasserkanals und
  der Trinkwasserleitungen
- Verlegung von Glasfaserinfrastruktur
- Planungsbüro: AFRY, Mannheim
- Ausführende Firma: Klaus Reimold GmbH, Gemmingen
- Ampelanlagensanierung: Firma Siemens AG, Mannheim
- Geplante Gesamtkosten der Sanierung von Straße und Kreisel: 2.145.000 €
- Voraussichtliche Unterschreitung der Kosten um rund 100.000 €
- Auftragsvergabe: 15. April 2020
- Baubeginn: 06. Juli 2020
- Dauer: 10,5 Monate – Eröffnung: 21. Mai 2021