Von der Aussaat bis zur Ernte

Essbares mit Regionalwurzeln

Nach und nach werden weitere Ackerfrüchte angebaut. © Sabine Zeuner

Schaufelder entstehen zum 1250-jährigen Ortsjubiläum
Nach der Vorankündigung im Frühjahr dieses Jahres, beginnen die Arbeiten an den Schaufeldern am Hüttenweg. Die Landwirte Rolf Hallwachs und Hans-Peter Helmling werden zunächst die Feldstreifen drei Meter breit und 50 Meter lang mit einem Zwischenraum von etwa einem Meter anlegen. Danach wird die Wintergerste eingesät; die anderen Feldfrüchte folgen im Frühjahr, jeweils zur passenden Aussaat- oder Pflanzzeit. Insgesamt sollen bis zu 14 unterschiedliche Pflanzenarten aus unserer Region und Heimat angebaut werden. Dazu gehören unter anderem: Spargel, Hafer, Gerste, Weizen, Roggen, Mais, Zuckerrüben, Tabak, Kartoffeln, Klee, Lupinen, Sonnenblumen oder Raps.

Schaufelder im Jungholz
Für die Schaufelder haben die am Projekt Beteiligten ein Gelände im Allmendgebiet Jungholz in direkter Nähe zum bestehenden Baum- und Strauchlehrpfad ausgewählt. Die Wege dorthin sind gut ausgebaut und das Gelände ist vom Ort aus schnell, auch fußläufig, erreichbar, was einen Besuch für Schulklassen und Kindergärten vereinfacht.
Ziel des Projekts ist es, der Bevölkerung und besonders den jungen Menschen die Kulturpflanzen unserer Heimat näherzubringen, denn das Wissen um die Entstehung unserer Lebensmittel von den Pflanzen bis zum fertigen Produkt auf unserem Esstisch lässt immer mehr nach.
Gemeindearchivar Ulrich Kobelke, der das Projekt initiiert und mit den beiden Landwirten kompetente Experten gefunden hat, weist besonders auf die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen hin, die über anstehende Arbeiten zeitnah informiert werden und dann zu einem Lern-Gang zu den Schaufeldern eingeladen sind. Inzwischen gibt es bei einschlägigen Verlagen auch entsprechendes Arbeitsmaterial für Kinder, das nach den Besichtigungsgängen im Unterricht bearbeitet werden kann. Koordinator und Ansprechpartner für die Kindergärten und Schulen ist Rektor i.R. Gerhard Waldecker.

Lageplan des Landwirtschaftsprojekts. © Gemeinde

Alle Beteiligten hoffen, dass das Projekt bei der Bevölkerung großes Interesse findet, denn wo sonst kann man ein ganzes Jahr über die Entstehung unserer Lebensmittel bei einem Spaziergang beobachten?
Neben den Schaufeldern errichtet die Gemeinde eine Schutzhütte, so dass, gleich zu welcher Jahreszeit bei jeder Witterung ein Besuch in der Feldflur möglich ist. Umweltberater Bernhard Müller berät das Projekt seitens der Verwaltung, damit alle Aktionen vor Ort den Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes entsprechen.

(Erstellt am 17. November 2020)