Megaspende an die Notgemeinschaft

Spende für ausgefallenes Frühlingsfest

Eine starke Gemeinschaft: Die Ehrenamtlichen, die am Weihnachtsmarkt für Essen und Trinken sorgen. © Sabine Zeuner

Der Weihnachtsmarkt 2019 darf in mehrfacher Sicht als „spitze“ in die Geschichte eingehen: gemessen an der Besucherzahl und der Stimmung, sowie am Erlös, der jetzt von den beteiligten Vereinen an die Notgemeinschaft gespendet wurde. „Es sind sagenhafte 4971,73 Euro auf das Konto der Notgemeinschaft geflossen“, freute sich Bürgermeister Nils Drescher bei der letzten Zusammenkunft mit derart vielen Personen in nächster Nähe – auch auf unserem Bild. Kurz darauf erfolgte das Kontaktverbot in der Corona-Krise. Weil der Weihnachtsmarkt schon zum 25. Mal auf dem Rathausplatz für heimelige Stimmung und Feierlaune sorgte, waren die Buden ein wenig anders angeordnet, eine Bühne auf dem Platz, die den vielen singenden Kindern kaum genug Fläche bot. Mit einer musikalischen Sonderaktion war zudem für beste Unterhaltung gesorgt. „Ohne den Einsatz der Vereine, der Ehrenamtler wäre der Weihnachtsmarkt nicht zu realisieren“, freute sich Nils Drescher, dass dank dessen viel Gutes getan werden kann. Die Notgemeinschaft, deren Konto die Spende füllt, ist eine Art Fonds, den der Bürgermeister verwaltet. Aus diesem Fonds werden Bedürftige unterstützt, die unverschuldet in Not geraten sind.

So war‘s beim 25. Weihnachtsmarkt 2019
Blicken wir kurz zurück auf die beiden Tage Mitte Dezember 2019: trockenes Wetter, ein Kettenkarussell, das seine Runden drehte und Kinderstimmen, die vom nahenden Weihnachtsfest sangen. Im Gemeindezentrum dazu parallel die vielen Hobbykünstler mit einem kunterbunten Angebot niedlicher Hingucker, Gebrauchs- und Dekoteilen. Dicht an dicht drängten sich die Besucher drinnen und draußen an den fünf Verkaufsbuden. Deren kulinarisches Angebot lockte die Genießer und spülte ordentlich Geld in die Kassen, derart umfangreich verkauft hatten alle Anbieter nach eigenen Aussagen noch nie. Letztendlich spendeten die Hausfrauen stolze 1701,50 Euro, die Landfrauen 1045 Euro; von der Chorgemeinschaft addierten sich 1000 Euro hinzu, die Kleinkaliberschützen gaben 860 Euro und das Juz 365 Euro.

© Stefan Bunk
Janine und Karl Traber mit der Schiffschaukel. © Traber















Spende für ausgefallenes Frühlingsfest
Als erste werden die Schausteller des Frühlingsmarktes 2020, der wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, eine Spende der Notgemeinschaft erhalten: „Wir geben 500 Euro an den Organisator Stefan Bunk, der das Geld dann verteilt“, schilderte Nils Drescher, „für die Schausteller ist das eine sehr schlimme Zeit, alle Feste werden abgesagt, der Verdienstausfall ist groß.“ Stefan Bunk wird vom Anruf aus dem Rathaus extrem überrascht: „Damit hätte ich nie gerechnet“, sagt der Mann, der mehrmals im Jahr dafür sorgt, dass Kinder Karussell, Schiffschaukel und Autoscooter fahren können, dass man mit dem Ball, dem Gewehr, beim Entenangeln und mit Pfeilen Treffsicherheit beweisen kann, dass es Süßes und Pikantes gibt für den Hunger auf dem Rummelplatz. Spontan verzichten er selbst (Ballwerfen, Imbiss) und Achim Schmidt (Autoscooter) auf einen Anteil, damit für die anderen etwas mehr gegeben werden kann. Deshalb freuen sich Karl Traber (Schiffschaukel), Peter Schmidt (Karussell), Ramon Spindler (Schießen), Adolf Landgrebe (Pfeilwerfen), Heidi Steiner (Langos), Roland Endlich (Süsswaren) und Peter Henß (Entenangeln) über die Spende aus Plankstadt. „Beispielhaft“, sagt Bunk noch und ist voller Dank für diese Geste der Wertschätzung.