Energiewende = Mobilitätswende

Plankstadt gut aufgestellt

E-Fahrzeuge
Bernhard Müller (Stabsstelle Umwelt) mit dem Fuhrpark der Verwaltung. © Sabine Zeuner

Der Klimawandel bringt große Veränderungen mit sich, das ist Fakt. Der Leiter des Bereichs Energie und Mobilität bei der Metropolregion Rhein-Neckar, Bernd Kappenstein, ließ bei seinem Vortrag „Energie- und Mobilitätswende“ im Gemeindezentrum keinen Zweifel daran. “Es bleibt uns keine andere Wahl, als uns darauf einzustellen“, unterstrich Kappenstein. Der Bewusstseinswandel müsse sich in jedem einzelnen vollziehen, denn jeder entscheide jeden Tag mit seinem verhalten darüber in welche Zukunft die Erde steuert. Dazu gelte es die technischen Innovationen zu nutzen. Die Folgen, wenn sich nichts tut, sind düster: der steigende Meeresspiegel, mehr und extremer werdende Wetterereignisse und vor allem eine klimabedingte Migration, die alle bisherigen Vorstellungen sprengen wird.

Mobilität großer Verursacher
Weil rund 30 Prozent des Endenergieverbrauchs auf Kosten der Mobilität gehe, zähle jede eingesparte Kilowattstunde zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Angesichts von 60 Millionen PKW und LKW in Deutschland eine Mammutaufgabe, wie Kappenstein feststellte: „der Umstieg auf eine umwelt- und klimaverträgliche Mobilität ist alternativlos.“ Die batteriebetriebene Elektromobilität und die Entwicklung der wasserstoffbasierten Brennstoffzellentechnologie seien hier wegweisend. Beide Varianten sind Hemmnissen wie Preis und Reichweite ausgesetzt, was sie heute noch nicht zur attraktiven Alternative macht. Parallel dazu sei der Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, der Bau von attraktiven Fahrradstraßen und verschiedener Sharing-Modelle vom Fahrrad bis zum Auto notwendig.
 

Elektro-Fuhrpark der Gemeinde
Die Gemeinde Plankstadt stellte am Vortragstag ihren Fuhrpark aus Elektro-Fahrzeugen auf dem Rathausplatz aus. Dazu zählen auch zwei E-Bikes. Elektrisch betriebene Räder gibt es mittlerweile Dutzende in Plankstadt, das drei Doppelladepunkte im Ortsgebiet – an der Friedrichschule, am Festplatz und im Antoniusquartier - anbietet. Damit liegt Plankstadt über der aktuellen Empfehlung. Kappenstein sieht für die erfolgreiche Mobilitätswende multiple Ansätze als notwendig an: „Mobilität und Klimaschutz sind vereinbar, aber dafür müssen wir uns bewegen – und zwar jetzt.“ Plankstadt ist bereits auf einem guten Weg.
Sabine Zeuner