Container-Rathaus entsteht

Zurzeit werden die Module zusammengebaut

Container-Aufbau
Aus Einzelmodulen entsteht das Übergangs-Verwaltungsgebäude. © Gemeinde Plankstadt

Auf dem Bolzplatz am Festplatz ist derzeit zu beobachten, wie die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs und des Bauamtes ein dreidimensionales Puzzle zusammenfügen. Es entsteht das „Container-Rathaus“, in das die Verwaltung Anfang nächsten Jahres sukzessive umziehen wird.

  • Container
    Erste Elemente werden in Plankstadt auf dem ehemaligen Bolzplatz aufgestellt. © Gemeinde Plankstadt
  • Verladung der Container-Elemente in Eppelheim. © Gemeinde Plankstadt
  • Verladung der Container-Elemente in Eppelheim. © Gemeinde Plankstadt
  • Verladung der Container-Elemente in Eppelheim. © Gemeinde Plankstadt
  • Abbau und Verladung der Container-Elemente am alten Standort in Eppelheim. © Gemeinde Plankstadt

Sanierung für den Altbau
In der Zwischenzeit wird das denkmalgeschützte Rathaus grundlegend saniert, da die aktuellen Bestimmungen des Brandschutzes, der Barrierefreiheit und der Arbeitsstättenverordnung nicht mehr eingehalten werden. Bei der mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmten Sanierung wird das Rathaus in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt, die Anbauten aus den letzten Jahrzehnten werden abgerissen. Besonderer Wert bei der Sanierung wird auf die wunderschöne Rathausfassade gelegt, auf Anordnung der Denkmalschützer erhält der vordere Anbau wieder eine Holztür und der alte Ratssaal wird als Trauzimmer wiederhergerichtet. Getrennt durch eine architektonische Fuge aus Glas und mit einem barrierefreien Eingang und Fahrstuhl von der Wilhelmstraße, entsteht an Stelle der aktuellen Anbauten ein neues funktionales Gebäude mit Platz für Büros. In der Sparkasse, Wilhelmstraße 1, entsteht in den Räumen im Erdgeschoss das neue Bürgerbüro als zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen. Die Sparkassenfiliale wird im neuen Gebäude auf dem Adler-Areal ihren Platz finden. 

Per Kran erfolgt der Ab- und Aufbau
Mit schwerem Gerät sind die 40 Containermodule von ihrem bisherigen Standort in Eppelheim abgebaut und per Kran und Schwerlasttransporter nach Plankstadt transportiert worden. Scheinbar wahllos sind sie auf dem Platz mit den für den Aufbau vorgesehenen Fundamenten abgesetzt worden. „Lediglich den letzten, also den ersten für den Neuaufbau bei uns, können wir direkt an seinen endgültigen Standort setzen“, erklärt Techniker Timo Thomaier aus dem Rathaus. Schon in Eppelheim begleitete er den Abbau des ehemaligen Kindergartens, der nun auf die Bedürfnisse einer Verwaltung angepasst wird. Schnell waren die Module auseinandergebaut, verladen, auf den Weg gebracht. Bei der Ankunft in Plankstadt stand ein weiterer Kran bereit, der beim Abladen nach einem bestimmten System die nummerierten Container-Bauteile absetzte. Jedes Teilstück hat eine Fläche von 6 mal 2,50 Meter, die so zusammengefügt werden, dass alle Ämter ihre Bereiche finden und der Dienst am und für die Bürger mit möglichst wenigen Unterbrechungen aufrechterhalten werden kann. Umgedreht denken war hier angesagt, denn zuerst kamen die Obergeschossteile aus Eppelheim vor Ort an: „Die rückten in die hinteren Reihen, damit der Zugriff auf die zuletzt gelieferten Erdgeschoss-Bauteile gewährleistet bleibt“, so Thomaier. Er hat den Aufbauplan im Blick, die Bauhof-Mitarbeiter fügen die Module zusammen – ein zweistöckiges Gebäude entsteht. Es beinhaltet nach seinem kompletten Ausbau im Erdgeschoss Bürgerbüro, Seniorenverantwortliche und Kasse, im ersten Stock das Hauptamt, Standesamt und Friedhofsamt sowie das Büro des Bürgermeisters. Es wird Sanitärräume und einen Gemeinschaftsraum sowie eine Küche für die Mitarbeiter geben. „Den Abschluss bildet das Dach mitsamt der Abdichtung“, sieht Bauamtsleiter Andreas Ernst bereits in die nahe Zukunft. Ist das passiert, geht es an den Innenausbau, wo die Elektronik und die gesamte Infrastruktur für die spätere Nutzung errichtet werden, Boden wird gelegt, alles für die Büronutzung vorbereitet. Zugänglich ist der Containerbau über einen ebenerdigen Eingang und Treppen ins Obergeschoss. Letztendlich erhält die Außenanlage noch den letzten Schliff, damit die Barrierefreiheit des Zugangs mit einem befestigten Weg gegeben ist. Im Anschluss an die Nutzung als Rathaus könnte die Anlage beispielsweise wieder für die Kinderbetreuung genutzt werden.