Start für Häuslebauer im Oktober 2019

Wohnraum für 300 bis 350 Menschen entsteht

Antoniusquartier
Mit dem schon gut genutzten Plan des Baugebiets zeigen Luc Tholé von MVV Regioplan (v. l.), Peter Gund aus dem Bauamt, Bürgermeister Nils Drescher, Önder Gürel von der Firma Bender, Dr. Alexander Kuhn von MVV Regioplan, Bauamtsleiter Andreas Ernst und Gregor Völker von MVV Regioplan welche Bebauung und welche Besonderheiten es im Antoniusquartier geben wird. © Gemeinde Plankstadt

Wir wollen bezahlbaren Wohnraum in Plankstadt bieten“, bringt Bürgermeister Nils Drescher bei einer Begehung im Neubaugebiet „Antoniusquartier“ das Ziel auf den Punkt. Bei dem Areal mit rund 17.035 m² Baugrund setzt man diesen Aspekt mit einer gemischten Bebauung um: Sechs der 38 Gemeindegrundstücke sind für den Geschosswohnungsbau vorgesehen – derzeit wird im Gemeinderat noch mit vier Wohnungsbaugesellschaften verhandelt. „Im Oktober ist dies ein Tagesordnungspunkt für den Gemeinderat“, so Nils Drescher, dass mindestens 30 Prozent der angebotenen Wohnungen im Mehrgeschossbau für etwa acht Euro pro Quadratmeter Fläche gemietet werden können.


 


Praktische Tiefgaragen
Damit die Fläche optimal genutzt wird sind große Tiefgaragen unter den Mehrgeschossbauten vorgesehen. Dies geschieht auch im Interesse der Anwohner, denn so entstehen ausreichend Parkplätze im Quartier. Insgesamt sind 20 Reihenhäuser und 10 Doppelhaushälften auf den Gemeindegrundstücken vorgesehen, davon sind 22 bereits mit Kaufvertrag veräußert, drei Bauanträge liegen schon vor. Auf zwei Einzelgrundstücken können „frei stehende“ Häuser realisiert werden. Davon, dass es über 100 Interessenten für die 32 Baugrundstücke gab, war man überrascht. „Die neuen Vergaberichtlinien des Gemeinderates haben bei der Vergabe der Grundstücke sehr gut funktioniert“, so Ursula Leitz stellvertretende Amtsleiterin im Bauamt der Gemeinde. Hier geben soziale Faktoren wie Pflegebedürftigkeit oder beispielsweise die Zahl der Kinder und deren Alter den Ausschlag. Insgesamt rechne man mit 300 bis 350 neuen Einwohnern, „viele Familien mit Kindern“, wie Drescher unterstreicht, die im Antoniusquartier eine neue Heimat finden. Einige auch mit Opa und Oma, denn Generationenwohnen war dem Gemeinderat ein wichtiges Anliegen. Damit die Kinder sich rundum wohl fühlen ist ein großer Spielplatz geplant, der bereits im kommenden Frühjahr, also während der Bauphase angelegt wird: „Dann können die Kinder schon dort spielen, während das neue Haus gebaut wird“, freut sich der Bürgermeister. Auch für die Anlieger der Baustelle ist der neue Spielplatz wichtig, entfiel doch der bisher vorhandene Spielbereich. „Den Anliegern gilt mein großer Dank für die große Geduld für die Einschränkungen und den nicht zu vermeidenden Lärm während der immer noch andauernden Bauarbeiten“, so Drescher mit Blick auf die Häuserzeilen der Siedlung.

„Westende“ wird als Straße weitergeführt
Betritt man das „Antoniusquartier“ über die Erschließungsstraße, die als Fortführung der bestehenden Straße gleichfalls „Westende“ heißen soll, sieht man auf der rechten Seite zur B535 hin einen Grünzug, der als „Biotopstruktur“ erhalten bleibt. Im weiteren Wegverlauf ist eine umzäunte Fläche zu erkennen. Dort befindet sich der Regenversickerungsbereich, der zurzeit mit Rasen besät ist, der für die Durchlässigkeit essentiell ist. Hier wird das gesamte über das Trennsystem gesammelte Regenwasser natürlich gefiltert dem Grundwasser wieder zugeführt.
 
Im Oktober Start für Häuslebauer
Zurzeit laufen die Erschließungsarbeiten auf die Zielgerade, die Ende September erreicht werden wird, wie Dr. Alexander Kuhn, Geschäftsführer des Erschließungsträgers MVV Regioplan, unterstreicht. Die Freigabe soll im Oktober erfolgen, womit alle Häuslebauer mit ihren Arbeiten beginnen können. Parallel wird der von den Planern vorgesehene zentrale Quartiersplatz als „Treffpunkt“ angelegt. Dort ist unter anderem Raum für Behindertenparkplätze und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge sowie Begrünung. Bürgermeister Drescher erhofft sich nun eine zügige Entscheidung für den Träger des Wohnungsbaus durch den Gemeinderat, damit auch hier mit den Planungsarbeiten begonnen werden kann. „Ich wünsche allen Bewohnern eine funktionierende Nachbarschaft im Quartier, so wie wir es in Plankstadt an vielen Orten finden“, mit diesem Satz beendete Nils Drescher den Rundgang durch die Baustelle.