Vielfalt in der Gemeinschaft

Beim Ehrungsabend zeigen sich multiple Talente

Ehrenamt
Sehr viele Menschen gestalten das Leben in Plankstadt mit. © Gemeinde Plankstadt

Vielfältig Engagierte zeigen beim Ehrungsabend das Potential der Gemeinde
Eine lebhafte Gesellschaft fand sich zum Ehrungsabend der Gemeinde am Montag, 24. Juni, um 19 Uhr im Gemeindezentrum ein. Bunt gemischt waren Menschen aus der Gemeinde, die unterschiedlichsten ehrenamtlichen Engagements nachgehen, sportliche Höchsterfolge erzielen oder ihre Heimatgemeinde mit farbigem Blumenschmuck zum Hingucker machen, versammelt. Ihnen allen gebührt der Dank der Gemeinde, den Bürgermeister Nils Drescher mit den launigen Zeilen des Hits der neuen Plankstadter Telefon-Wartemelodie begann: „Plankstadt, Plankstadt, Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis, wunderschön wie jeder weiß, Wasserturm und Vogelpark, Menschen die ein jeder mag, ich liebe dich Plankstadt!“ In diesem beschwingten Sinn konnte der Verwaltungschef neben den zu Ehrenden auch einige Neubürger begrüßen, die den Abend zum Kennenlernen nutzten. „Wunderschön sei die Gemeinde“, betonte Nils Drescher, das gebe der Song wieder, als Bürgermeister sei das zu unterstreichen, vor allem mit Blick auf die gepflegten Traditionen. Diese erschließen sich aus der Geschichte der lebendigen Gemeinde.

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  • In Plankstadt engagiert man sich gerne fürs Gemeinwohl. © Gemeinde Plankstadt
  • Bürgermeister Nils Drescher ehrt Sigrid Schüller für ihre Tätigkeit im Gemeindrat. © Gemeinde Plankstadt
  • Zwei Herren, die den Vogelpark zu dem gemacht haben, was er heute darstellt: von rechts: Heinz Wink und Franz Kutzer bekommen die goldene Ehrennadel von Nils Drescher.
  • Thea Fritz freut sich sehr über die Landesehrennadel. © Gemeinde Plankstadt
  • Marc Mehrer ist erfolgreicher Schwimmer. © Gemeinde Plankstadt
  • Sehr viele Plankstadter waren der Einladung zum Ehrungsabend mit Neubürgerempfang gefolgt. © Gemeinde Plankstadt
  • Auch für Andrea Baro, die 25 Blutspenden geleistet hat, gibt es Dankesworte.© Gemeinde Plankstadt
  • Willi Geberzahn ist Zweiter in der Badischen Rangliste im Tischtennis-Einzel, Bürgermeister Nils Drescher hört seinen Schulderungen der Wettbewerbe zu. © Gemeinde Plankstadt
  • Fumiya Markus Matsushita am Klavier und Kenno Recker an der Oboe sorgen für den festlichen Musikrahmen. © Gemeinde Plankstadt
  • Die Möglichkeit zum Austausch nach dem offiziellen Teil des Abends wurde rege genutzt. © Gemeinde Plankstadt

Plankstadter sind hart aber herzlich
Landwirtschaftlich geprägt im Ursprung gab es zu keiner Zeit bleibende „Bausünden“, wodurch ein lebenswertes, gewachsenes Umfeld als Basis für Lebensqualität entstand. Auch der Wasserturm findet im zitierten Lied seine Erwähnung – er ist das Wahrzeichen des Ortes, deutet weithin sichtbar auf den lebenswerten Ort hin. Das Lied hebt die Menschen hervor, die jeder mag, die Menschen, denen an diesem Abend ein besonderer Dank für außergewöhnlichen Einsatz gebühre, so Drescher. „Hart, aber herzlich, bodenständig und vor allem ehrlich und zurecht stolz auf ihre Gemeinde, unser Plankstadt“, bekräftigte Drescher sei der Plankstadter. Im Angebot der Vereine findet sich alles, vom Angelsport bis zum Zeltlager. Das Vereinsangebot lebt durch die Menschen, die es anbieten und prägen: „Ohne das ehrenamtliche Engagement in unseren Vereinen könnten unsere vielen traditionellen Veranstaltungen nicht stattfinden, wären wir arm an Sport, Gesang, Musik, Geschichte, Brauchtum und Kultur“, so Drescher. Allerdings bereite ihm Sorge, dass die Vereine Mühe hätten, Nachfolgerinnen und Nachfolger für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Die politische Gemeinde müsse hier unterstützen, das werde unter anderem Thema im neu gewählten Gemeinderat in den nächsten Monaten sein.

Die Gemeinde wächst
Aktuell leben laut amtlicher Statistik 10.349 Einwohnerinnen und Einwohner „in der Mitte.“ Insgesamt seien 545 Menschen weggezogen oder verstorben, 653 Neubürger sind hinzugekommen. 108 Bürgerinnen und Bürger mehr haben demnach jetzt in Plankstadt ihr Zuhause. „Plankstadt wächst, leistet einen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum in unserer Region“, freute sich der Bürgermeister. Da auch Altbestandshäuser am Wohnungsmarkt gefragt sind, sieht Drescher eine gestärkte Ortsmitte, zu der auch das neue Dienstleistungsgebäude auf dem Adlerareal beiträgt. Unglaublich viele Talente seien in der Gemeinde verborgen, diese gelte es auszuzeichnen, stellt Drescher fest und richtete sehr persönliche Worte an die vielen zu Ehrenden, die der Einladung gefolgt waren. Dieter Böhm, Vorsitzender der IG Vereine, erklärte das Spektrum der Vereine von Sport, Gesundheitssport und Kegeln bis zu Schützen und Helfern in der Not. Eine Präsentation im Foyer des Gemeindezentrums zeigte das breite Leistungsspektrum der örtlichen Vereine.

Blutspender leisten Wichtiges fürs Leben
„Unglaublich, wie viele Talente in unserer Gemeinde verborgen sind“, strich Drescher heraus und verfolgte die Ehrung der Mehrfach-Blutspender, die der DRK-Vorsitzende Joachim Schäfer-Bach vornahm. Den eigenen Lebenssaft mit Verletzten oder schwer Erkrankten zu teilen, sei alles andere als selbstverständlich, betonte auch dieser und wurde selbst für 25 Spenden geehrt. Sportliche Erfolge sind nicht nur eine Herausforderung an die Individualisten oder Mannschaften, die an ihre körperlichen Grenzen gehen, sie repräsentieren bei Wettbewerben zudem ihre Heimatgemeinde weit über die Ortsgrenzen hinaus. Eines von vielen Paradebeispielen ist dabei der passionierte Tischtennisspieler Willi Geberzahn, der unter anderem den zweiten Platz im Einzel in der badischen Rangliste hält. Über die silberne Ehrennadel der Gemeinde freute er sich sehr. Die Handballer sind in die Badenliga aufgestiegen: „Sie lassen die Mehrzweckhalle wie in den guten alten Zeiten erbeben“, attestierte das Verwaltungsoberhaupt. Von der Jugend bis zum „Supersenior“ sind die örtlichen Sportschützen überaus erfolgreich, dem galt der ausgesprochene Dank Dreschers für drei Deutsche Meistertitel, sechs Vizemeister und drei Drittplatzierte. Sicher ist Marc Mehrer als Persönlichkeit schon eine Ausnahme, als exzellenter Schwimmer setzt er hier noch eins obendrauf. „Im Goldenen Buch steht er schon, heute gibt es noch einmal Gold“, sagte Drescher bei der Übergabe der Goldenen Ehrenmedaille der Kommune. Strahlend nahm Mehrer diese entgegen und berichtete, dass er bereits im Training für kommende Erfolge sei. Bei den Special Olympics in Kiel 2018, einer Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, hat er unter anderem eine Goldmedaille erschwommen.
 
Kegler brechen Rekorde
Vizedeutscher Meister und Landesmeister mit der Mannschaft in der U14 und der 2. Platz beim Deutschen Classic Cup der Vereinsmannschaften „Senioren A“ waren die Basis für zwei Silbermedaillen der Gemeinde. Corinna Kastner trainiert gelegentlich mit den Plankstadter Männern und spielt beim Traditionsverein Victoria Bamberg. Für die zahlreichen Titelgewinne bei internationalen Wettbewerben, dem deutschen Meistertitel mit der Mannschaft und dem zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften gab es Gold von der Heimatgemeinde.

Ein Denkmal für die Keglerdamen?
„Die 2. Damenmannschaft in der Besetzung Silvija Crncic, Petra Deininger, Arifa Brendel, Sabrina Bender, Gabriele Rühle, Julia Tippl, Nicole Jeckstadt und Jennifer Bay sind in die 2. Bundesliga aufgestiegen und haben den Erfolg der 1. Mannschaft komplettiert. Diese ist zum 4. Mal hintereinander Deutscher Meister geworden und auch der Deutsche Pokal hat zum dritten Mal wieder seine Heimat in Plankstadt gefunden. Wir sind alle stolz auf: Yvonne Schränkler, Jessica Foos, Luisa Ebert, Steffi Blach, Marion Glück, Sabrina Amtsberg, Petra Deininger und Silvija Crncic!“, erklärte Drescher. Bei der Überreichung des Pokals hatte er ein Denkmal versprochen, wenn zum 5. Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft nach Plankstadt geholt werde: „Ich stehe zu meinem Wort, wenn ihr es nochmal schafft, gibt es ein Denkmal der Gemeinde.“ Aber auch den Männern wurde Tribut gezollt: „Sie haben mit einem hervorragenden dritten Platz an alte Glanzzeiten angeknüpft, alles läuft rund und man freut sich auf die runderneuerte Kegeltechnik in der Mehrzweckhalle, so der Mannschaftsführer der erfolgreichen Seniorenmannschaft Peter Knauer.

Ehrenamtler in Vereinsverantwortung
Sie sind Jahrzehnte lang in Verantwortungspositionen und sorgen für den Fortbestand der Vereine, etwa Erika Stumpf, die 25 Jahre Kassiererin bei der TSG gewesen ist: „Bei rund 1800 Mitgliedern fast ein Teilzeitjob“, lobte Drescher. Jürgen Weiland führte 12 Jahre als Vorsitzender die Kleinkaliberschützen, Franz Kutzer und Heinz Wink machten über Jahrzehnte in wechselnden Vorstandsämtern den Vogelpark zu dem, was er heute ist, beide animierten mit ihrer Freude an diesem Ehrenamt dazu, sich fürs Gemeinwohl einzusetzen und sind echte Vorbilder für ehrenamtliches Engagement.
Langjährige Gemeinderäte verdienen eine Auszeichnung für ihren Einsatz in den politischen Gremien. Geehrt wurden Christine Grimm und Oskar Sessler mit der Ehrenmedaille des Bürgermeisters. Sigrid Schüller erhielt die bronzene Ehrennadel der Gemeinde sowie gemeinsam mit Dr. Ulrike Klimpel-Schöffler (PlaLi), Jutta Schneider (SPD) und Professor Dr. Udo Weis (CDU) die Ehrennadel des Gemeindetages für 10 Jahre aktive Mitarbeit im Gemeinderat. Für zwei Jahrzehnte Engagement im Ratsgremium wurden Hans-Peter Helmling ( CDU), Andreas Wolf (CDU), Fredy Engelhardt (PlaLi) und Gerhard Waldecker (PlaLi) mit der Stele und der Ehrennadel des Gemeindetages honoriert. Stellvertretend für die umfangreichen personifizierten Dankesworte sei hier Ulf Udo Hohl (ALP) genannt, der seit 1989 „wichtige Impulse“ beigetragen habe, stets die kritische, oft konträre Meinung repräsentierte. „Er prägte die für die Demokratie so wichtige Rolle der Opposition in unserem Rat. Zunächst 25 Jahre für die GLP, die letzten Jahre für die ALP, die ihm erfolgreich vor 5 Jahren einen Sitz im Gremium bescherte“, sprach der Bürgermeister vom „Plänkschder Original“, dem die Versammlung stark applaudierte und die besten genesungswünsche sendete.

Landesehrennadel für Thea Fritz
Seit über 45 Jahren sind die Hausfrauen fest im Vereinsgefüge und im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde Plankstadt verankert. „Egal bei welcher Anfrage: Die Gemeinde hat nie ein ‚Nein‘ zu hören bekommen. Die Hausfrauen sind immer engagiert gewesen“, honorierte Drescher. Von Anfang an wurde Gemeinnützigkeit in diesem Zusammenschluss großgeschrieben. Die unglaubliche Summe von 40.000 Euro an Spenden gingen über die Jahre an Kindergärten, die örtliche Notgemeinschaft, Kirchengemeinden, Lebenshilfe und Stiftung Deutsche Krebshilfe. 15 Jahre Vorsitzende und treibende Kraft sei Thea Fritz, hob Nils Drescher hervor. Die Landesehrennadel rief bei der neuen Trägerin große Freude hervor. Musikalisch umrahmten Kenno Recker an der Oboe Fumiya Markus Matsushita am Klavier den feierlichen Abend versiert mit einem Spektrum aus klassischen und beschwingten Melodien, bis beim geselligen Teil die vielen Gespräche miteinander im Fokus standen.