"Wasserthemen" von Claudia Koopmann im Wasserturm

Vernissage zur Ausstellung am Samstag, 15. Juni, 14 Uhr.

Claudia Koopmann
Claudia Koopmann © Reinhard Scheiblich

„Wasserthemen“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, zur der das Kulturforum Plankstadt am 15. und 16. Juni im Plankstädter Wasserturm einlädt. Die Künstlerin Claudia Koopmann aus Hamburg zeigt dort realitätsnahe Malerei, die aufgrund seiner Bedeutung als Grundbedingung allen Lebens, direkt oder im weitesten Sinne einen Bezug zum Wasser haben.

Claudia Koopmann wuchs am Waldrand und in der Nähe eines Baches am Niederrhein auf. Die Erhabenheit der Natur gehörte in ihrer Kindheit zu den prägendsten Eindrücken. Aber auch die bedrohliche Nähe einer Mülldeponie, die zur Grundwasserverseuchung führte und ihre Familie zum Umzug zwang, beeinflussten schon früh ihre künstlerische Sensibilität, bis sie schließlich in Hamburg in der Tradition der Hamburger Impressionisten ausgebildet wurde und dort ihre weitere Entwicklung als Künstlerin nahm. Zudem bildete sie sich in anderen Techniken weiter, unter anderem in der Theatermalerei am Hamburger Thalia Theater und bezog 2011 in Hamburg ein eigenes Atelier. Seitdem arbeitet sie freischaffend und gibt auch ihre Erfahrungen in Workshops an Kinder und Erwachsene weiter. Fleiß, Wille und Neugier sind Koopmanns beste Werkzeuge für die Malerei. Mit wachem Blick und Sorgfalt wählt sie ihre Motive aus. Die zugleich nachdenklichen und träumerischen Welten, die Schönheit und Fragilität des Lebens, die nordischen Töne und das Wasser finden in ihren Werken Ausdruck. 

Wasser symbolisiert nicht nur den Norden. So wie sich das Wasser in der Symbolik immer in Bewegung befindet, fließt, lebendig ist, gedeihen lässt und etwas Neues hervor bringt, hat sich auch die Geschichte des Wasserturms weiter entwickelt. Nachdem die Eigenversorgung der Plankstadter aufgrund von Grundwasser-verseuchung 1981 eingestellt wurde, ist ihm mittlerweile eine andere Nutzung erwachsen. Heute steht der Wasserturm für eine lebendige Kultur in Plankstadt. „Die Parallele dieser Historie zu meiner eigenen Geschichte war für mich richtig überraschend“, sagt Claudia Koopmann „Es freut mich sehr, dass ich in dem besonders eleganten Wahrzeichen Plankstadts ausstellen kann.“ Und sie fügt hinzu: „Auch bin ich dankbar dafür, dass die Plankstädter und meine Ansprechpartnerin Julienne Matthias-Gund bei den Vorbereitungen und Organisation ausgesprochen entgegenkommend und hilfsbereit waren.“ Die Ausstellung ist am Samstag, 15. Juni von 14 – 17 Uhr sowie am Sonntag, 16. Juni von 11 – 17 Uhr geöffnet. Desweiteren kann die Ausstellung bis Mittwoch, 19. Juni, nach Vereinbarung unter 0176 / 43376419 besichtigt werden.