Der Maibaum steht

Weithin sind Zunftschilder und Kranz sichtbar

Der Maibaum ist aufgestellt
Der Maibaum ist aufgestellt und grüßt schon von Weitem.© Gemeinde Plankstadt

Mit Liedern, Gedichten und vereinten Kräften wurde der Baum, der den Wonnemonat Mai begleitet, aufgestellt. 

Die Kinder der Humboldtschule haben den Mai und den Frühling herbeigesungen und pantomimisch herbeigespielt. Passgenau zur Aufstellung des Zunftbaums erstrahlte der Himmel in sattem Blau und wärmende Sonnenstrahlen kitzelten die Gesichter der vielen Schaulustigen. Wie es der temperamentvolle Gesang der dritten und vierten Klassen zum Klavierspiel von Lehrerin Jutta Schnorbach vorgab, war die Kühle der letzten Tage damit vorbei. Bevor die Kinder ihre Stimmen erhoben und mit einem japanischen Frühlingslied ebendiesen begrüßten, hatten 20 Einsatzkräfte und zehn Jugendfeuerwehrmitglieder sowie Mitglieder des Heimat- und Kulturkreises alle Hände voll zu tun. 

Feuerwehr packt an 
Mit vereinten Kräften schafften sie den 22 Meter langen Baumstamm herbei. Mitglieder des Heimat- und Kulturkreises (HKK) haben den Kranz bereitgelegt, dazu die fünf Doppelschilder mit den Zunftzeichen von Bäcker bis Schuster, Fleischer bis Zimmermann sowie Schneider und Bierbrauer, die mit vereinten Kräften am Stamm befestigt wurden. HKK-Vorsitzende Heidrun Engelhardt-Geiß erklärte: „28 Jahre ist das schon Tradition im Ort.“ In der Zwischenzeit hatten die Helfer den Baum an einem langen Seil festgemacht, das bis zum Fenster im Dachgeschoss der Gemeindebücherei reichte. Das Kommando zum Aufrichten gaben Bürgermeister Nils Drescher und Feuerwehr-Kommandant Uwe Emmert gemeinsam. Ein lautes „zieht“ signalisierte den Kameraden Hand ans Seil zu legen, damit den Baum in die Senkrechte zu ziehen. Auf dem Platz tanzten die Kinder mit bunten Tüchern, es wurde applaudiert, während die Helfer den Stamm mit Keilen in der Bodenhülse fest verankerten.

Schöne Tradition
„Ich freue mich jetzt auf warme Maitage – danke für diese schöne Tradition an alle, die helfen sie aufrecht zu halten und auch die Feuerwehr, die im Anschluss noch bewirtet“, betonte Nils Drescher. Zum ersten Mal hatte es nach neuen Auflagen eine abgesperrte Sicherheitszone rund um den Baum gegeben, deren rot-weiße Bänder fielen, nachdem die Verankerung des Baumes gesichert war. Das Gedicht vom Zitronenfalter (Josef Guggenmos) und eine pantomimische Geschichte der Humboldtschüler schlossen die kleine Feier unterm Maibaum ab. Im benachbarten Gerätehaus liefen derweil schon die Waffeleisen heiß, erste Würste und Getränke wurden angereicht. In netter Atmosphäre saß man noch einige Zeit bei den Brandschützern zusammen. Bis Anfang Juni bleibt der Prachtbaum jetzt stehen, bei einem der Übungsabende der Freiwilligen Feuerwehr wird er dann von den Kameraden wieder abgebaut.