Vincenzo di Tommaso stellt im Wasserturm aus

 Werk von Vincenzo di Tommaso im Wasserturm
Bilder und Video-Installationen zeigen das Werk von Vincenzo di Tommaso im Wasserturm. © Gemeinde Plankstadt

Seit vergangenem Samstag gewährt der italienische Maler Vincenzo di Tommaso auf Einladung des Kulturforums im Wasserturm einen intensiven Blick auf die Bandbreite seines Schaffens. 

Bürgermeister Nils Drescher eröffnete die Schau mit einfühlsamen Worten zur Vita und zum Werk des Malers, der von sich selbst sagt, dass er einen Malblock und seinen Bleistift immer bei sich trägt.

Di Tommaso vor Ort
Das wird der aus Corato bei Bari stammende Italiener auch täglich bis zum 19. April tun und zwar direkt im Wasserturm, wo er von 11 bis 17 Uhr anwesend ist und Interessierten seine Bilder, die Hintergründe dazu, persönlich vorstellt. Favorisiert schlendert di Tommaso durch den Schwetzinger Schlossgarten, wo er eine Vielzahl seiner neuesten Motive aufspürte. „Dort spüre ich eine starke Inspiration, die Bilder aus dem Schlossgarten zeige ich hier zum ersten Mal“, erklärte der Künstler, dessen Wahlheimat seit mehr als vier Jahrzehnten die Kurfürstenstadt ist. Dabei sind scheinbar experimentelle Bilder auf Packpapier mit Bleistift gezeichnet und mit weißer Ölkreide akzentuiert, ebenso zu sehen wie ausdrucksstark farbig dargestellte Szenen der Natur mit all ihren Facetten und Bauwerken des Gartens am Sommersitz Carl Theodors.

Faszination Schlossgarten abgebildet
Der Betrachter entdeckt in allen Bildern die Seele der Objekte oder an den Menschen deren Momentaufnahme Vincenzo di Tommaso zugänglich macht – etwa in der faszinierenden Spiegelung der Bäume im See am Ende des Parks oder der Porträtstudie, in der der Kreative dem Antlitz einer Schaufensterpuppe mit bewusst gewählten Accessoires Leben einhaucht. Wie ein solches Bild, von der nackten Leinwand bis zum fertigen Werk, entsteht ist in Kurzfilmen mittels Videoinstallation mitzuerleben. Treffend sagte Drescher dazu: „So können wir dem Künstler über die Schulter schauen, ohne ihn zu stören.“ Zudem sei man als Gast der Ausstellung durchaus angehalten die Motive beim sicher folgenden realen Spaziergang im Schlossgarten zu finden. Verblüfft wird wohl ein jeder reagieren, der dem Versuch unterliegt einen Notizzettel einfach vom gemalten Brett abzunehmen, derart realistisch ist dieser wiedergegeben. Mit Detailblick hat Di Tommaso hier Lichteinwirkung und Schatten nachempfunden, dass das menschliche Auge überlistet wird. Die außergewöhnliche Ausstellung mit 26 auch käuflich zu erwerbenden Bildern ist im Wasserturm in der Luisenstraße 41, täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen.